Abstillen die Zweite: Tag 5 bis 8

Abstillen ist toll! Ich fühle mich gut mit meiner Entscheidung. Heute kam Mops zu mir kuscheln, als sie müde wurde. Kein wildes, animalische Gesuche in meinem Dekolleté. Kein Gequengel. Einfach nur ein süßes, kleines Baby, dass die Nähe seiner Mutter sucht, um sich zu entspannen. Ich habe es genossen. Genauso wie die Zeit mit meiner Großen, während mein Mann die Kleine ins Bett brachte. Ich war schon lange nicht mehr so entspannt abends. Die Flasche habe ich aufgegeben. Hier zusammengefasst der Bericht der letzten Tage:

Der Tag

Der Tag ist und bleibt stillfrei. Mops und mir fehlt das Stillen nicht. Ich habe mich darauf eingestellt, mit ihr zum Einschlafen durch den Garten zu laufen. Sie scheint das auch angenommen zu haben. Sie sucht nicht, sondern entspannt sich sehr schnell, legt ihr kleines Köpfchen an meine Brust und schläft friedlich ein. Ohne Probleme kann ich sie dann in ihr Bettchen legen und habe ein bis zwei Stunden Zeit meinen Kram in Ruhe zu erledigen.

Ich hatte ein wenig Angst, ich würde Ewigkeiten damit zubringen. Die Große musste ich für den Mittagsschlaf damals stundenlang (im tiefsten Winter) im Kinderwagen durch die Gegend fahren. Sobald sie nicht mehr draußen war, wurde sie wach. Das war zwar anstrengend und kalt, aber ich hatte zumindest die Zeit dafür. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das dieses Mal hätte funktionieren sollen, ohne dass hier alles zusammen bricht, inklusive mir selbst.

Bei meinem Mann und meiner Mutter klappte das Einschlafen sogar ohne den Garten. Vielleicht probiere ich das die Tage auch mal aus. Wird langsam doch etwas kalt.

Der Abend

Nach dem Erfolg an Tag 4, als mein Mann die Kleine das erste Mal ins Bett brachte, habe ich abends nicht mehr gestillt. Und es klappt super. Wenn ich nicht anwesend bin, schläft sie schnell und problemlos auf seinem Arm ein. Bin ich erst noch in Sicht, weint sie. Es ist kein verzweifeltes Weinen, sondern ihr „Ich-krieg-nicht-was-ich-will-Weinen“, dass sie gerne und zu jeder Gelegenheit benutzt. Das ist schnell vorbei und ich habe nicht das Gefühl sie würde sich quälen. Damit kann ich gut und ohne Gewissensbisse leben. Ich traue mich aber noch nicht, den Abend stillfrei zu nennen. Zwei mal in der Woche ist mein Mann abends nicht zu Hause. Da wird sich dann zeigen, ob es auch ohne Stillen klappt, wenn ich sie ins Bett bringe.

An dieser Stelle einen dicken Respekt an alle Alleinerziehenden!

Die Nacht

Eigentlich der wichtigste Teil, um zu der Abschiedsparty gehen zu könnnen. Leider auch der Schwierigste. Sie wird teilweise stündlich wach und ohne Brust schafft sie es nur schwer oder gar nicht zurück in den Schlaf. So viel Energie und Kraft haben weder mein Mann noch ich übrig. Ich hoffe, was immer sie am schlafen hindert, sei es der nächste Zahn (einer ist in den letzten Tage durchgekommen) oder ein Wachstumsschub, ist bald vorbei.

[ssba]

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