Alle irre hier: Liebenswerte Macken bei Mops und Klops

Ein richtiges Wohlfühlthema hat sich Wiebke von Verflixter Alltag für ihre Blogparade im Januar überlegt. Um die „liebenswürdigen Macken“ unserer lieben Kleinen soll es gehen. Völlig unverfänglich. Ein Text, der Freude macht und sich quasi von alleine schreibt. Da mache ich gerne mit, auch wenn er sich letztlich nicht so einfach runterschreiben ließ, wie ich dachte. Der Wut-Mops

Unser Möpschen ist jetzt 14 Monate alt und eine echte rheinische Frohnatur. Sie lacht und quiekt über jeden Quatsch. Aber wehe, es läuft nicht nach ihrem Willen:

Keine Wurst mehr auf dem Brot, und Mama gibt keine Neue —  KWÄÄÄHH!

Mama teilt ihr Handy nicht — KWÄÄÄHH!

Da steht Essen, aber Mama pustet es lieber an, statt es zu verteilen — KWÄÄHH!

Die Auslöser ihrer Wutanfälle kennen wir noch von Klops früher, aber das Ausmaß der Empörung ist für uns neu: Haltloses Kreischen und Auf-dem-Boden-Wälzen. Trösten oder andere Besänftigungsmaßnahmen machen es noch schlimmer, die Wut steigt. Habe ich sie auf dem Arm, muss ich den schreienden Windewurm absetzen, damit er nicht fällt. Je nach Hunger- und Müdigkeitsgrad hilft Ablenkung oder ein Ortswechsel nach dem Prinzip „aus den Augen aus dem Sinn“. In ganz schlimmen Fällen hilft jedoch nicht einmal das Objekt der Begierde. Neulich schrie sie (mit kurzen Pausen) 20 Minuten lang, weil sie die tiefgekühlten Fischstäbchen wollte, die ich in den Ofen geschoben hatte. Sie ließ sich durch nichts beruhigen. Selbst als die Stäbchen fertig waren, schlug sie mir die Gabel aus der Hand und schrie weiter. In solch hartnäckigen Fällen hilft nur noch eines: Protestierendes Kind ins Tragesystem kämpfen und ab durch die Tür nach Draußen. Ich gebe zu, diese „Macke“ ist nicht sonderlich liebenswürdig, aber sie gehört einfach zu unserem Mops.

Was ihr könnt, kann will ich auch!

Wesentlich Lomo Photo Effect Tool: https://www.tuxpi.com/photo-effects/lomoliebenswürdiger ist ihre andere aktuelle Macke, auch wenn es sich eher um einen Entwicklungsschritt handelt. Der Mops versucht einfach alles nachzumachen: Brot schmieren, Schuhe anziehen, Wäsche aufhängen. Eigentlich ganz praktisch, würde sie nicht manches völlig falsch verstehen. Räume ich die Spülmaschine aus, räumt sie die Sachen wieder ein.

Leider hat sie nur wenig Verständnis dafür, dass sie für manche Dinge noch zu klein ist. Warum darf ich nicht auf die Sofalehne klettern? Klops macht das doch auch, und springt von dort sogar runter! Mama ist ja so gemein — KWÄÄÄÄÄÄHHHH! Ihre Imitationen sind auch nicht immer besonders taktvoll. Klops war krank und musste sich übergeben. Für Mops sah das nach jeder Menge Spaß aus. Sie fing an zu röcheln und beugte sich breit grinsend mit über den Kübel. Solidarität, Schwester!

Rötterötterötterötte

Meine Lieblingsmacke bei Mops! Sie watschelt durch die Gegend, sortiert das Chaos um und trällert dabei rötterötterötte. Sie braucht nichts, will nichts, ist einfach mit sich und der Welt im Reinen. Und es ist ansteckend! Ich kann nicht anders, ich muss jedesmal mit einstimmen: Rötterötterötte.

 

Klops, die Trödeltante

Unsere Große (4) findet alles interessant. Alles. Außer das, was gerade an der Reihe ist. Liebend gerne lässt sie sich von ihrer aktuellen Tätigkeit ablenken. Vor allem bei so langweiligen Dingen, wie Umziehen, Zähne putzen oder Essen. Wozu sich konzentrieren? Ist doch jeden Tag das Gleiche. Langweilig! Anderes ist viel spannender. Um Klops abzulenken muss kein rosa Elefant auf einem Dreirad vorbei fahren. Es reicht ein Badvorleger, der sich auf dem Weg von der Toilette zum Waschbecken in eine Eisenbahn verwandelt, die auf den Schienen (Badewannenrand) hin und her fährt. Was soll man da machen!? Ich finde, es ist eine schöne Eigenschaft, so viel Phantasie zu haben und seine Umwelt begeistert wahrzunehmen.

Ich gebe mir wirklich Mühe damit klarzukommen. Aber es nervt mich tierisch, für alles fünf mal so lange zu brauchen. Manchmal laufe ich gedanklich mit dem Kopf gegen die nächstgelegene Wand. Letztens haben wir (auf ihren Wunsch hin!) Fahrrad fahren geübt. Wir kamen in 20cm-Schritten vorwärts, weil sie einmal in die Pedale trat und dann wieder aufhörte. Nicht weil sie es nicht anders konnte. Nein, sie schaute in der Weltgeschichte herum und kommentierte: „Mama, schau mal! Der Himmel da hinten ist rosa.“ „Ja, aber du musst die Füß…“ „Aber auf der Seite nicht. Da ist es schon dunkel.“ „Ja, aber wenn du nicht weitertri…“ „Ich glaube es ist abends. Aber warum sind denn die Laternen nicht an? Die müssen doch an sein, wenn es dunkel wird. Gestern waren…“ Stehen bleiben. Einatmen. Ausatmen. In liebenvollem Ton mit aufrichtigem Verständnis: „Klops, wie wäre es, wenn du mir erst alles erzählst, und dann fahren wir weiter?“ „Ich will nichts erzählen!“ „Okay, dann fahren wir weiter.“ Einmal treten. „Mamaaaa? Weißt duuuu?“ Ahhhhhhhhh!

Ich mach mir die Welt…

Auch wenn sie mich damit ab und an in den Wahnsinn treibt, bewundere ich Klops‘ Phantasie. An ihrer Fensterbank im Wohnzimmer taucht sie gerne in ihre ganz eigene Welt ab. Dann werden Pappschachteln zu Erziehern oder anderenLomo Photo Effect Tool: https://www.tuxpi.com/photo-effects/lomo Kindern, die die unterschiedlichsten (Alltags-)Abenteuer erleben. Meistens denkt sie sich jedoch Geschichten mit Bibi und Tina auf dem Martinshof aus. Weshalb wir den Bereich um die Fensterbank nur noch ihre „Bibi und Tina-Ecke“ nennen. Diese ist nicht etwa mit passenden Figuren ausgestattet. Klops ist genügsam und nimmt, was sie kriegen kann. Bibi und Tina sind Giraffen, Alex ein T-Rex und Bibis Besen Kartoffelbrei wird von einem abgetrennten Puppenbein gemimt (siehe Beitragsbild).

Pimp my Müsli

Klops gehört kulinarisch gesehen in jedem Fall zur Avantgarde. Sie lässt sich nicht von konventionellen Geschmäckern beeinflussen und testet gerne gewagte Kombinationen, wie Leberwurst mit Spekulatiuscreme. Am liebsten experimentiert sie aber mit ihrem Müsli. Milch oder Joghurt — das ist hier die (normalste) Frage! Mal wird eine Paprika hineingeworfen, mal eine Gurke oder am besten beides zusammen. In der Adventszeit durften einige Gummibärchen noch ein Milchbad mit ihren Rosinen und Haferflocken nehmen, bevoTuxpi photo editor: https://www.tuxpi.comr sie gnadenlos verspeist wurden. Auch ein gekochtes Ei rundete schon öfters den süßlichen Geschmack ihres Müslis ab. An dieser Stelle ein kleiner Erziehungstipp: Überlegt euch gut, ob ihr mit so pädagogischen Weisheiten wie „Wenn du es nicht probierst, kannst du nicht wissen, ob es schmeckt“ arbeiten wollt. Sie könnten irgendwann gegen euch verwendet werden!

 

Wie ist es bei euch? Was macht eure Kinder einzigartig? Hinterlasst gerne einen Kommentar oder schreibt einen eigenen Text. Bis zum 31.Januar könnt ihr ihn noch auf Wiebkes Blog verlinken. Dort findet ihr auch noch viele andere lustige Kinder-Macken.

[ssba]

4 thoughts on “Alle irre hier: Liebenswerte Macken bei Mops und Klops”

  1. Was für niedliche Macken deine beiden Kleinen haben! Am besten gefallen hat mir das „Rötterötterötter…“ Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das ansteckend ist! 😉

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