Mops und Klops im Jahresrückblick

Ja, es stimmt! Ein Rückblick am Endes des Jahres ist nicht gerade originell. Aber man muss das Rad nicht immer wieder neu erfinden und außerdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, euch meine beiden Mädels näher vorzustellen und ihre Blognamen zu erklären.

Mops

Der Blogname Mops ist auch tatsächlich unser Spitzname für unsere Kleine. Sie verdankt ihn ihren speckigen, kleinen Beinchen. Da sie ein sehr zartes Gesicht hat, ernte ich oft verstörte Blicke, wenn ich sie so nenne. Ich gebe zu, der Name ist nicht sehr schmeichelhaft, aber im Grunde ist sie noch mit einem blauen Auge davon gekommen – unsere Katze hört auf ‚Pummelchen‘.

Unser kleiner SonVignette Editor: https://www.tuxpi.com/photo-effects/vignettenenschein kam im November 2014 zur Welt. Sie lebte sich schnell ein und bestimmte von da an maßgeblich unseren Tagesablauf mit so spannenden Tätigkeiten wie Trinken, Spucken, Windel füllen. Mit dem neuen Jahr entdeckte sie das Lächeln für sich und hörte nicht mehr damit auf. Es ist so schön morgens angestrahlt zu werden! Unsere Große begnügte sich in ihrem ersten Lebensjahr hauptsächlich mit skeptischen Blicken, egal wie sehr wir uns bemühten. Von daher war der Jubel groß: „Wir haben ein Lachbaby! Juchu!“

Im Februar erzählte ich allen, das drei Monate alte Baby sei am Zahnen. Ich kam mir ziemlich blöd dabei vor und dachte mir schon, dass mich alle für bekloppt halten: „Ach was Zähne, ein Baby quengelt halt mal!“ Ich zweifelte ja selbst daran. Hormone und Müdigkeit hielten mich aber davon ab, einfach den Mund zu halten. Und letztlich war es auch nicht schlimm. Ich hatte es mir nicht eingebildet. Im März mit 3,5 Monaten brach der erste SchneidezahnVignette Editor: https://www.tuxpi.com/photo-effects/vignette unten durch. Bis zur U5 kamen noch fünf dazu, dann folgte eine lange Pause. Sechs Wochen vor Weihnachten dann eine Horrornacht nach der anderen, dafür pro Woche ein neuer Zahn, so dass wir nun mit dreizehn Monaten bei zwölf Zähnen sind. To be continued…

À propos Schlafen! Was ist das noch mal? Ach ja, das war dieses kurze Wegnicken zwischen Quengeln, Schreien, Trinken oder Nuckeln. Mein persönlicher Filmtitel zu diesem Jahr lautet „Schlaflos in 2015“. Nicht eine einzige Nacht hat uns Mops komplett schlafen lassen. In der Regel schafft sie keine drei Stunden am Stück. Ich bin froh, dass wir uns vor der Geburt noch eine 2×2-Meter Matratze gegönnt haben, damit genug Platz für drei ist. Jedes Mal aufstehen hätte ich nicht gepackt. Andererseits hat sich Mops ein wenig zu sehr an das nächtliche Milchbüffet gewöhnt. Andocken, abdocken, andocken, abdocken. So geht das gerne mal im 10-Sekunden-Rhytmus eine Stunde lang, vor allem kurz bevor ein Zahn kommt. Für 2016 habe ich mir fest vorgenommen richtig abzustillen. Der erste Versuch war nicht ganz erfolgreich.

Natürlich lernte sie im letzten Jahr die üblichen Sachen, wie Robben (Juni), Krabbeln (September), Sitzen (???) und Laufen (Dezember). Alles normal und durchschnittlich. Spannender finde ich, welche Charaktereigenschaften sich entwickelten, bzw zeigten. Sie ist im Vergleich zu ihrer Schwester sehr Vignette Editor: https://www.tuxpi.com/photo-effects/vignettewillensstark. Sie lernte früh sich zu wehren. Wenn ihre große Schwester sie mal wieder vor lauter Liebe am Weiterkommen hinderte, wurde einfach mal zugebissen. Das funktionierte ganz gut. Klops hatte nach mehreren Bissattacken ihre Lektion gelernt, und Mops hat sich das Beißen wieder abgewöhnt, nachdem sie merkte, dass es nicht wirkt, um seinen Willen bei Mama und Papa durchzusetzen. Dafür hat sie Kreischen und Auf-den-Boden-Werfen für sich entdeckt. Wieder eine Erfahrung, die wir von Klops noch nicht kannten. Im Gegensatz zum Lachen könnte ich auf diese gut und gerne verzichten. Aber man kann ja nicht alles haben. Ich freu mich schon auf die richtige Trotzphase.

Was kann ich noch über unser Möpschen sagen? Sie klettert, zu meinem Leidwesen, unheimlich gerne. Sie liebt es zu matschen. Wenn sie EsseVignette Editor: https://www.tuxpi.com/photo-effects/vignetten sieht, MUSS sie es haben. Sie ist am liebsten mitten im Geschehen: Auf einer Geburtstagsfeier im November sollte sie vor Ort im Reisebett schlafen, stattdessen feierte sie fröhlich bis 22Uhr mit und lotste mich immer wieder zur Tanzfläche, um mit zu tanzen. Sie ist sehr offen anderen Kindern gegenüber und geht ohne Hemmungen auf sie zu. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Freude und Begeisterung sie sich mit den Dingen der Welt beschäftigen kann. Im Moment versucht sie, ihrer Schwester alles nachzumachen und muss öfter mal gebremst werden. Das gefällt ihr gar nicht (siehe Kreisch- und Bodenattacken), aber wenn ich ihr eine Alternative biete, ist schnell wieder alles gut. Manchmal habe ich ein bisschen Angst vor den Auseinandersetzungen, die ich mit ihr und ihrer Willenskraft mit Sicherheit noch haben werde. Aber vor allem freue mich auf ein weiteres Jahr mit meiner temperamentvollen Frohnatur.

Klops

Klops wird von uns nicht wirklich Klops genannt. Es war ein spontaner Witz, als sie wissen wollten, was sie sei, wenn die Kleine der Mops ist. Für das Blog habe ich es beibehalten. ‚Mops und Hase‘, ‚Mops und Maus‘ oder ‚Mops und Bohnenstange‘, was optisch besser passen würde, konnten mit Mops und Klops einfach nicht mithalten.

Vignette Editor: https://www.tuxpi.com/photo-effects/vignetteMeine Große… Ich traue es mich kaum zu sagen, aber sie wird immer größer! Grauenvoll! Nein, eigentlich finde ich es gut. Ich finde es schön, wie sie sich entwickelt. Aber es wird doch immer deutlicher, dass es eine Entwicklung von mir weg ist. Das macht meinem Hormon gestörtem Ich schon manchmal ein wenig zu schaffen. Über unseren Friseurbesuch will ich hier gar nicht noch reden.

Im Januar, sie war gerade drei geworden, war sie noch so schüchtern, anhänglich und unsicher. Nur in Umgebungen, die sie sehr gut kannte (zu Hause, bei Oma, im Kindergarten) war sie entspannt und gelöst. Sie hatte gerade eine kleine Schwester bekommen und musste das erst einmal verarbeiten und die neue Familien-Konstellation einordnen. Veränderungen mochte sie zu Vignette Editor: https://www.tuxpi.com/photo-effects/vignettedem Zeitpunkt gar nicht. Nach der Babypause von vier Monaten musste ich sie im Februar überreden wieder zum Eltern-Kind-Turnen zu gehen. Ich bin froh, dass ich so geizig bin (Mitgliedschaft läuft immer bis zum Ende des Jahres), sonst hätte ich einfach damit aufgehört, weil sie erst nicht wollte. Sie hätte so viel verpasst. Nach zwei Wochen hat sie sich richtig darauf gefreut. Wir hatten zum späteren Kurs gewechselt, so dass der Papa nach der Hälfte übernehmen konnte. So hatte sie ein wenig Zeit in der Woche, die nur ihr und nicht dem Baby gehörte.

In den ersten Monaten des Jahres musste sie auch im Kindergarten viel einstecken. Ihre engste Freundin war ziemlich gemein zu ihr. Immer wenn ihr etwas nicht passte, kündigte sie meinem Klops die Freundschaft. Oder schlimmer. Sie kniff sie, zog ihr an den Haaren und einmal biss sie sie sogar so doll, dass sie weinte und die Erzieher es mitbekamen. Sonst hatte sie nie etwas gesagt, nur mir zu Hause, und das nur weil sie sich jedes Mal seltsam benahm und ich nachfragte. Eine Weile hatten wir Angst, sie würde sich für immer so unterbuttern lassen und die Gemeinheiten wortlos schlucken, oder (fast noch schlimmer) genauso werden. Aber sie ist tatsächlich daran gewachsen, sie hat, ich denke von den anderen Kindern, gelernt, dass es nicht ok ist, wenn jemand sie so behandelt und wehrt sich jetzt. Mit Worten natürlich. Zumindest ist mir nichts anderes zu Ohren gekommen. Sie plappert ihr auch nicht mehr alles nach, sondern verteidigt ihre eigene Meinung und andere Kinder.

Ich bin wirklich stolz auf sie. Nicht im Sinne von „das hab ich aber gut hinbekommen“, sondern auf sie als eigenständige Person. Sie ist dieses Jahr so über sich hinaus gewachsen. Im Sommer sollte ich noch zu allen Verabredungen mitkommen und plötzlich geht sie im November mit ihrer Freundin und deren Mutter von Haus zu Haus und singt Martinslieder. Ich hätte dazu nicht den Mut. Unsere Regel ‚ich komme drei Mal zu neuen Freunden mit, dann muss sie alleine gehen‘, verkürzte sie von sich aus auf zwei Mal (Im Grunde kam sie eh nie zum Tragen). Im Dezember war sie sogar alleine auf einem Kindergeburtstag bei einer Familie, bei der sie noch nie war. Und vor ein paar Stunden erklärte ich ihr in einer bekannten Vignette Editor: https://www.tuxpi.com/photo-effects/vignetteFastfoodkette, dass sie mit ihrem Essen etwas gewonnen habe, das man sich an der Kasse abholen könne. Ich hatte den Satz noch nicht ganz ausgesprochen, da sprang sie mit dem Zettelchen in der Hand auf und stellte sich, als gäbe es nichts normaleres auf der Welt, hinter all den Erwachsenen an. Zehn Minuten später kam sie mit ihrem Gewinn zurück zum Tisch. Das klingt vielleicht für Außenstehende unspektakulär, aber wer unseren Klops kennt, würde staunen.

2016 warten neue Herausforderungen auf sie: Fahrrad fahren lernen (Motorisches fällt ihr nicht leicht), ein neues Hobby und eine mobile, willensstarke, kleine Schwester. Und – ganz wichtig – eine Mama, die wieder etwas mehr Zeit mit ihrer ‚Großen‘ verbringen

 

[ssba]

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