Sensation in der Genforschung: Erste „Mutterfrauen“ entdeckt

Für eine Sensation in der Genforschung sorgte vor einigen Tagen ZEITmagazin ONLINE. In einem Styleguide hatte die Seite von ZEIT ONLINE Personen entdeckt, die „Mütter geworden und Frauen geblieben“ seien. Genforscher hielten dies bis dato für unmöglich.

Dass Mütter keine Frauen sein können, ist allseits bekannt und auch für Laien leicht zu erkennen: Frauen verführen Männer mit knackigen Hintern, tanzen in engen Kleidern und hohen Hacken bis in den Morgen durch die Clubs und erklimmen im Job eine Stufe nach der anderen auf der Leiter in den Karrierehimmel. Mütter dagegen wischen Scheiße von wunden Pos, stampfen am Nachmittag noch in Schlabberhose und Birkenstock durchs Haus und steigen lediglich auf die zwei Stufen ihrer Trittleiter um auch an die obersten, verstaubten Familienbilder heranzukommen.

Woran das liegt, haben Genetiker schon vor einiger Zeit herausgefunden. Was die Frau grundlegend vom Mann unterscheidet ist das doppelte X-Chromosom. Es ist nur logisch, dass auch hier die Antwort für die Trennung von Frau und Mutter zu finden ist. Die Frau gibt bei der Zeugung eines ihrer X-Chromosome an ihr Kind ab. Das ist der Moment, in dem die selbstbewusste, sexy Frau verschwindet und zur genetisch minderwertigen Mutter wird. In Fachkreisen wird dieses Phänomen Muttation genannt.

Mutterfrauen erschüttern bisherigen Kenntnisstand der Muttationsgenetik

Noch steckt die Muttationsgenetik in den Kinderschuhen. Viele Fragen stehen offen: Wie ist es bei Zwillingen? Wenn die Frau beide X-Chromosome abgibt, verliert sie dann auch ihr Menschsein? Wächst das verlorene Chromosom wieder nach, oder wird es durch ein M-Chromosom ersetzt? Bei Häßlichen, Übergewichtigen und Arbeiterinnen aus dem Niedriglohnsektor ohne Karriere und Kinder wird davon ausgegangen, dass diese von Geburt an nur ein Chromosom haben. Stuft man sie als Mütter ein, oder muss eine neue Kategorie aufgestellt werden? Und wie verhält es sich bei den Männern? Wenn sie einen Sohn zeugen, geben sie ihr Y-Chomosom ab. Können sie dann überhaupt Väter sein? Müssten sie mit einem verbleibenden X-Chromosom nicht auch zu Müttern werden?

Was die Entdeckung der Mutterfrauen betrifft, muss nun festgestellt werden, ob diese ursprünglich mehr als ein X-Chromosom hatten (Mega-Moms), oder sie es nicht an ihre Kinder abgegeben haben (Ego-Moms). Die Ergebnisse der Speichelproben werden in einigen Monaten erwartet. Unterdessen werden die ersten kritischen Stimmen laut. „Alles Humbug und Augenwischerei“, schimpfen die alteingesessenen Muttationsgenetiker. Sie werfen den Personen Betrug vor. Es seien echte Frauen, heißt es, mit fremden Kindern als Accessoires (was in einem Fall sogar zugegeben wurde). Oder aber, so der andere Vorwurf, sie seien Mütter, die mit Schminke, schicken Kleidern und Photoshop sich und der Welt vormachten, sie seien Frauen. Die Zweifel sind nachvollziehbar. Letztlich müssen die Speichelproben zeigen, ob es sie tatsächlich gibt — Mütter, die Frauen geblieben sind.

[ssba]

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